FitnessNr. 02

Fitness First: Was das Studio bietet und für wen es sich lohnt

Kurz gesagtFitness First im Check: RED und BLACK im Vergleich, wovon die Preise abhängen, was EGYM und Recovery Areas bringen und wie du das Probetraining nutzt.

fitness first

Trainer-NotizRund 10 Minuten Lesezeit. Erst lesen, dann im nächsten Training ausprobieren. Aktualisiert am 08.11.2026.

Fitness First ist eine der bekanntesten Studioketten in Deutschland, und der Name fällt fast immer, wenn jemand in einer größeren Stadt ein neues Studio sucht. Die spannende Frage ist selten, ob das Studio gut ist. Sie lautet: Passt es zu deiner Woche, deinem Budget und deinem Ziel? Genau das ordne ich hier ein — mit den Club-Kategorien RED und BLACK, den Kostenfaktoren, der Ausstattung und einer Checkliste für dein Probetraining.

Fitness First: Premium-Training für individuelle Ziele

Fitness First positioniert sich oberhalb der Discounter. Der Unterschied liegt dabei kaum an den Hanteln — eine olympische Langhantel wiegt überall 20 Kilo. Er liegt an allem, was um das Training herum angeboten wird: Kurse, Wellness, Betreuung und digitale Kraftgeräte. Du zahlst also nicht nur für Fläche und Geräte, sondern für ein Paket. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie viel von diesem Paket du tatsächlich nutzt.

Ich sehe das bei meinen Gruppen in Bocholt jede Woche. Wer zweimal pro Woche 45 Minuten trainiert und danach sofort zur Kita fährt, nutzt von einem Wellnessbereich wenig. Wer dagegen nach dem Training gern noch eine halbe Stunde bleibt, um runterzukommen, bekommt für den höheren Beitrag einen echten Gegenwert. Beides ist legitim. Teuer wird es nur, wenn du für Leistungen zahlst, die du nie betrittst.

Die Kette arbeitet mit zwei Club-Kategorien: RED mit Fokus auf das Training und BLACK mit Wellness- und Premium-Leistungen. Welcher Club in welche Kategorie fällt, steht für jeden Standort auf der Website des Betreibers. Diese Zuordnung ist der erste Punkt, den du klären solltest, bevor du überhaupt über Preise nachdenkst.

In der Suche taucht außerdem oft die Frage auf, wie Fitness First früher hieß. Eine belastbare Quelle dafür liegt mir für diesen Beitrag nicht vor, und einen alten Namen auf Verdacht nenne ich nicht. Für deine Entscheidung spielt die Firmengeschichte ohnehin keine Rolle. Entscheidend ist, wie der Club heute ausgestattet ist und was dein Vertrag enthält. Wenn dich die Geschichte trotzdem interessiert, frag beim Probetraining am Empfang nach.

Unabhängig vom Studio gilt: Ein guter Ort ist nur die halbe Miete. Welche Rolle regelmäßiges Training und Fitness im Alltag für dein Wohlbefinden spielen, hängt vor allem davon ab, ob du es über Monate durchhältst — und dafür muss das Studio in deinen Kalender passen.

RED vs. BLACK: Die Club-Kategorien im Vergleich

Der Vergleich zwischen RED und BLACK ist die wichtigste Weiche bei Fitness First. Viele Vergleichsseiten listen nur Preise auf. Für Einsteiger ist aber eine andere Frage wichtiger: Was bekomme ich in welcher Kategorie, und brauche ich das?

Fitness First RED ist die Kategorie für Leute, die vor allem trainieren wollen. Der Schwerpunkt liegt auf der Trainingsfläche, und die Preiskategorie ist entsprechend niedriger. BLACK legt Wellness- und Premium-Leistungen obendrauf. Das klingt nach einer einfachen Rechnung, ist es aber nicht ganz, denn der konkrete Umfang hängt am einzelnen Club.

KriteriumREDBLACK
SchwerpunktTrainingTraining plus Wellness und Premium-Leistungen
Preisniveauniedrigerhöher
Passt zu dir, wenn …du kommst, trainierst und gehstdu Sauna, Erholung und Extras regelmäßig nutzt
Vorab prüfenKursplan, Gerätepark, Stoßzeitenwelche Wellness- und Recovery-Bereiche der Club konkret hat

Meine Faustregel: Nimm BLACK nur, wenn du den Zusatz mindestens einmal pro Woche nutzen wirst. Einmal im Monat in die Sauna rechtfertigt den Aufpreis selten. Einmal pro Woche nach dem Beintraining in die Sauna und danach entspannt nach Hause — das ist ein anderer Fall.

Check-in: Wo darfst du trainieren?

Ein Punkt, den kaum jemand vor der Unterschrift klärt, ist der Check-in. Frag ausdrücklich nach, in welchen Clubs deine Mitgliedschaft dich einchecken lässt. Gilt sie nur in deinem Heimatclub, in allen Clubs derselben Kategorie oder darüber hinaus? Für Pendler macht das einen großen Unterschied.

Wer zum Beispiel morgens nahe der Wohnung und abends nahe dem Büro trainieren will, braucht diese Antwort schwarz auf weiß. Lass sie dir im Vertrag oder in den Bedingungen zeigen, nicht nur mündlich bestätigen.

Kurse und Betreuung

Der zweite Punkt sind Kurse und Betreuung. Prüfe den Kursplan deines Wunschclubs zu den Zeiten, an denen du realistisch Zeit hast. Ein toller Kurs um 10 Uhr vormittags nützt dir nichts, wenn du bis 17 Uhr im Büro sitzt. Frag außerdem, ob eine Einweisung an den Geräten im Beitrag enthalten ist und wie oft der Trainingsplan überprüft wird.

Fitness First Preise: Was kostet die Mitgliedschaft?

Die ehrliche Antwort: Fitness First Preise lassen sich nicht seriös als eine Zahl für ganz Deutschland angeben. Der Beitrag hängt an der Club-Kategorie, am Standort und an der Vertragslaufzeit. Wer nach Fitness First Preisen in Kaiserslautern sucht, merkt schnell, dass die Zahl aus Hamburg oder München nicht weiterhilft. Ich nenne deshalb keine Beträge, die morgen schon veraltet sein können.

Was ich dir stattdessen gebe, ist eine Liste der Fragen, die du vor dem Vertrag stellen solltest:

  1. Monatsbeitrag je Laufzeit — wie unterscheidet sich der Preis bei kurzer und langer Bindung?
  2. Einmalige Gebühren — fällt bei Vertragsbeginn oder jährlich eine Pauschale an?
  3. Kündigungsfrist — wie lange vorher musst du kündigen, und verlängert sich der Vertrag automatisch?
  4. Pausieren — kannst du die Mitgliedschaft bei Verletzung, Krankheit oder Elternzeit ruhen lassen?
  5. Sonderkonditionen — gibt es Tarife für Studierende, Firmen oder Partner?

Gutscheine für ein Probetraining tauchen online immer wieder auf. Ob einer aktuell gilt, erfährst du nur direkt beim Club. Verlass dich nicht auf einen Code von einer Gutscheinseite, sondern frag am Telefon oder am Empfang, welche Probetraining-Möglichkeit es gerade gibt.

So rechnest du, ob es sich lohnt

Teile den Monatsbeitrag durch die Zahl der Einheiten, die du realistisch schaffst — nicht die, die du dir vornimmst. Zwei Einheiten pro Woche sind rund acht bis neun im Monat. Dieser Preis pro Einheit ist die Zahl, die du mit anderen Studios vergleichen solltest.

Genauso wichtig ist die zweite Rechnung: Was kostet dich ein Studio, das du nicht nutzt? Ein günstiger Vertrag in 25 Minuten Entfernung wird schnell teurer als ein teurer Vertrag um die Ecke. Wie oft du realistisch trainieren solltest, hängt von deinem Ziel ab — dazu habe ich einen eigenen Beitrag über die richtige Trainingshäufigkeit pro Woche geschrieben.

Ausstattung und Wellness: Von EGYM bis Recovery Areas

Zwei Ausstattungsmerkmale grenzen Fitness First von reinen Discountern ab: EGYM-Geräte und Recovery Areas. Beide sind nützlich, aber aus unterschiedlichen Gründen — und beide nur dann, wenn du sie richtig einsetzt.

EGYM-Zirkel: Kraft mit Gedächtnis

EGYM-Geräte sind elektronisch gesteuerte Kraftmaschinen. Sie speichern deine Einstellungen und deinen Bewegungsumfang und stellen den Widerstand passend ein. Für Einsteiger ist das ein echter Vorteil, denn das größte Problem am Anfang ist selten die Motivation. Es ist die Frage, mit welchem Gewicht man eigentlich anfängt.

Meine Einschränkung: Maschinen führen die Bewegung. Das ist für den Einstieg gut, trainiert aber die Stabilität im Rumpf weniger als freie Übungen. Ich würde EGYM deshalb als Grundgerüst für die ersten Wochen nutzen und danach Schritt für Schritt Übungen mit Kurzhanteln oder Kettlebell ergänzen.

Recovery Areas: Erholung als Teil des Plans

Recovery Areas sind Bereiche, in denen nach der Belastung die Erholung im Mittelpunkt steht. Was genau dort steht, unterscheidet sich von Club zu Club — lass es dir beim Probetraining zeigen. Wichtig ist der Gedanke dahinter: Fortschritt entsteht nicht im Training, sondern in der Pause danach. Muskeln, Sehnen und das Nervensystem passen sich an, wenn du ihnen Zeit gibst.

Das ersetzt aber keinen Schlaf. Ein Recovery-Bereich kann helfen, nach dem Training runterzukommen. Sieben bis neun Stunden Schlaf leistet er nicht. Wie Regeneration im Alltag wirklich funktioniert, habe ich ausführlich aufgeschrieben.

Großstadt-Clubs: Frankfurt, Hamburg und Co.

In großen Städten ist die Auswahl an Clubs groß. In Frankfurt am Main suchen viele gezielt nach dem Club am Opernplatz, in Hamburg nach den Öffnungszeiten von Fitness First in Wandsbek. Öffnungszeiten prüfst du immer auf der Club-Seite des Betreibers, nicht in alten Branchenverzeichnissen. Feiertage und Sommermonate weichen oft vom Standard ab.

Regionale Vielfalt: Standorte von Berlin bis Biberach

Wie breit das Netz ist, zeigen schon die Suchanfragen. Berlin und Fitness First werden oft zusammen gesucht, allein Fitness First in Prenzlauer Berg kommt auf über tausend Suchen im Monat. Ähnlich gefragt sind Fitness First in Biberach, Wedel und Ludwigsburg. Dazu kommen Clubs wie Fitness First in Gifhorn und Trier West.

Für dich bedeutet das: Der Markenname allein sagt wenig über den einzelnen Club. Ein Club in einer Großstadt kann eine andere Kategorie, andere Kurse und ein anderes Publikum haben als einer in einer kleineren Stadt. Prüfe deshalb immer den konkreten Standort — Kategorie, Fläche, Kursplan und Stoßzeiten.

Rezensionen und Bilder richtig lesen

Rezensionen, etwa zu Fitness First in Münster, lese ich nach einem einfachen Muster. Einzelne Ein-Sterne-Wertungen nach einem Vertragsstreit sagen wenig über das Training. Wiederholte Hinweise auf volle Geräte am Abend, defekte Duschen oder wechselnde Trainer sagen viel. Achte auf Muster, nicht auf Ausreißer.

Bilder, zum Beispiel von Fitness First in Würzburg, zeigen dir die Fläche — aber meist leer und gut ausgeleuchtet. Wie voll es um 18 Uhr ist, siehst du nur vor Ort. Geh deshalb zum Probetraining genau zu der Uhrzeit, zu der du später trainieren willst. Allgemeine Kriterien, um den richtigen Ort für deine Fitness-Reise zu finden, gelten für jede Kette gleichermaßen.

Für wen sich Fitness First lohnt — und für wen nicht

Fitness First lohnt sich, wenn du mehr willst als nur Geräte und das Zusatzangebot regelmäßig nutzt. Das sind meiner Erfahrung nach drei Gruppen. Erstens Einsteiger, die eine geführte Einweisung und Geräte mit gespeicherten Einstellungen schätzen. Zweitens Leute, die Kurse fest in ihre Woche einbauen. Drittens alle, die Erholung bewusst nach dem Training einplanen und dafür einen Ort suchen.

Weniger sinnvoll ist das Premium-Paket für Menschen, die genau wissen, was sie trainieren, und nur Hantelbank, Rack und Kurzhanteln brauchen. Für sie ist oft ein schlichteres Studio die bessere Wahl — oder die RED-Kategorie. Das ist keine Kritik an der Kette, sondern eine Frage der Passform.

Ein weiterer Punkt ist die Betreuung. Frag dich ehrlich, ob dir eine Einweisung reicht oder ob du jemanden brauchst, der deine Technik über Wochen begleitet. Den Unterschied zwischen Fitnesstrainer und Personal Trainer habe ich in einem eigenen Beitrag erklärt. Kläre vorab, welche Betreuung im Beitrag steckt und was extra kostet.

Probetraining richtig nutzen: meine Checkliste

Ein Probetraining ist kein Rundgang mit Prospekt. Es ist ein Test, ob du dort in drei Monaten noch trainierst. Ich gebe meinen Leuten diese Liste mit:

  1. Zur echten Uhrzeit gehen. Wenn du dienstags um 18 Uhr trainieren willst, teste dienstags um 18 Uhr.
  2. Deine drei Kernübungen ausprobieren. Ist ein Rack frei? Gibt es genug Kurzhanteln im mittleren Gewichtsbereich?
  3. Den Weg messen. Mehr als 15 Minuten pro Strecke sind für die meisten Berufstätigen auf Dauer zu viel.
  4. Umkleide und Duschen ansehen. Hier zeigt sich, wie gepflegt ein Club im Alltag ist.
  5. Die Kategorie bestätigen lassen. RED oder BLACK, und welche Clubs du damit nutzen darfst.
  6. Vertragsbedingungen mitnehmen. Lies sie zu Hause in Ruhe, nicht am Tresen.

Unterschreib nicht am selben Tag, wenn du unsicher bist. Ein seriöses Angebot gilt auch noch am nächsten Morgen.

Die ersten vier Wochen: ein Plan für den Einstieg

Viele neue Mitglieder starten mit zu viel. Fünf Einheiten in der ersten Woche, danach Muskelkater, dann eine Pause, aus der eine lange Pause wird. Besser sind drei Ganzkörpereinheiten pro Woche mit einem Ruhetag dazwischen. Das Gewicht wählst du so, dass du am Ende jedes Satzes noch zwei bis drei saubere Wiederholungen übrig hättest.

ÜbungSätzeWiederholungenPause
Beinpresse oder Goblet Squat310–1290 s
Latzug310–1290 s
Brustpresse oder Liegestütz38–1290 s
Rudern am Kabel310–1290 s
Rumänisches Kreuzheben mit Kurzhanteln21090 s
Unterarmstütz (Plank)320–40 s60 s

Steigere erst, wenn du alle Sätze am oberen Ende der Wiederholungen schaffst. Dann legst du beim nächsten Training etwa 2,5 bis 5 Prozent Gewicht drauf. Sehnen und Bänder passen sich langsamer an als Muskeln, deshalb lohnt sich die Geduld in den ersten Wochen doppelt.

Das Training ist nur ein Teil. Was nach einer Abendeinheit auf den Teller kommt, entscheidet mit darüber, wie gut du dich erholst. Ideen dafür findest du in meinem Beitrag über das passende Abendessen nach dem Training.

Häufige Fragen (FAQ)

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